„Thurifer“ – Das lateinische Wort für „Weihrauch“ findet man auf Dienplänen für Hochämter eigentlich immer. Doch wie funktioniert das, welcher Sinn steckt dahinter und waren es die Illuminaten? Alle diese Fragen werden im Folgenden beantwortet.
Der Sinn!
Der liturgische Sinn steckt im Detail. Aus religiöser Sicht ist der Weihrauch eine Wegbereitung für den Herrn und symbolisiert außerdem das aufsteigende Gebet der Gläubigen gen Himmel. Im historischen Sinne wurde der Weihrauch gebraucht, um dem König/Kaiser/Adligen den Gestank des Pöbels (das einfache Volk) zu ersparen. Der gesundheitliche Aspekt sollte auch beachtet werden, da Weihrauch ebenso wie Tabakrauch den krebserregenden Stoff Benzopyren, doch brauch man sich bei der Konzentration in der Kirche keine Sorgen machen.
So funktioniert‘s:
Gute 15 Minuten vor dem Beginn der Messe werden ein oder zwei Kohlen angezündet, damit diese zum Einzug heiß sind. Kurz bevor man den Kirchenraum betritt, legt man einige Körner des Weihrauchs auf die Kohlen. Beim Einzug geht die Weihrauchgruppe vor allen anderen Messdienern und betritt somit den Altarraum als erstes und stellt sich hinter dem Altar auf. Nach der gemeinsamen Kniebeuge wartet man dort, bis der Priester zum „Einlegen“ umdreht. Die Weichrauchfässer werden offen dem Priester hingehalten, ebenso das „Schiffchen“, eine vergoldeter Behälter für die Weihrauchkörner. Nachdem der Priester die Kohlen mit Weihrauch bedeckt hat und die Fässer gesegnet hat, wird ihm oder dem Diakon eines der Fässer übergeben, damit diese den Altar etc. inzensieren können. Anschließend werden Fässer und Schiffchen am dafür vorgesehenen Ständer auf gehangen.
Der nächste Einsatz für die „Thurifergruppe“ ist dann zum Evangelium. Mit dem Halleluja-Ruf zieht man zu zweit (ein Fass und das Schiffchen) zum Priesterstuhl, wo wiederrum der Vorgang des Einlegens wiederholt wird. Anschließend stellt man sich mittig vor den Altar. Nachdem die Evangeliumsprozession an einem vorbei gezogen ist schließt man sich dieser an und stellt sich hinter den Priester/Diakon. Nach der Aufforderung durch diesen an die Gemeinde sich zu erheben, übergibt man wieder das Rauchfass, damit das Evangelium inzensiert werden kann. Nach dem Evangelium geht man auf direktem Weg an den Platz zurück.
Es folgt nun die Gabenbereitung, in der der Weihrauch eine zentrale Rolle spielt. Zwischen dem ersten Kännchengang und der Händewaschung wird wiederrum eingelegt und der Altar durch den Priester inzensiert. Anschließend zieht man vor den Altar und inzensiert selbst zunächst die Messdiener und danach die Gemeinde. Dabei ist folgendes zu beachten: Dreimal wird das Fass jeweils zweimal geschwenkt. Meistens wird dies zuerst in die Mitte, anschließend erst nach rechts dann nach links ausgeführt. Danach geht man wieder auf direktem Weg zum Platz zurück.
Der letzte Akt des Weihrauchs findet bei der Wandlung statt. Wenn der Sanctusgesang beginnt legt man dieses mal selber ein und zieht wie vor der Evanggeliumsprozession und der Inzensierung der Gemeinde vor den Altar. Ist das Lied zu Ende kniet man sich wie die anderen Messdiener hin. Wenn der Leib und anschließend das Blut Christi gewandelt werden inzensiert man dreimal jeweils dreimal nach vorne. Wenn alle aufstehen steht man ebenfalls auf, macht eine Kniebeuge und geht auf den Platz.
Auf Anweisung des Zeremoniars und mit Absprache mit dem Priester zieht die Thurifergruppe ebenfalls als erstes aus. Wenn nicht, bleiben die Fässer am Ständer in der Kirche und man sortiert sich in die Messdienerreihen ein.
Die Illuminaten:
Wie ihr euch vielleicht Gedacht habt, waren die Illuminaten nur eine Illusion der illustrieren, fachmännischen Abteilung der katholischen Kirche. Sollten euch allerdings trotzdem merkwürdige Flammen, nebelhafte Erscheinungen oder andere Ungereimtheiten auf den Bildern auffallen, ignoriert diese nicht sondern illustriert sie. Haben sie einen Sinn gefunden, melden sie sich bitte bei uns. Das Webteam leitet eure Fragen gerne weiter.
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Samstag,
der 19. Mai 2012 Liturgische Farbe des Tages: Weiß |
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Namenstag haben u. a.: Ivo, Yvonne | |